Von der Kirche St. Marien bis zur Neubrandenburger Konzertkirche

konzertkirche

St. Marien ist seit über 700 Jahren das größte und bedeutendste Baudenkmal der am 4. Januar 1248 gegründeten „Vier Tore Stadt“. Die Kirche ist eines der kunstvollsten Gebäude im Norden Deutschlands. Mit ihrem Bau wurde bald nach der Stadtgründung begonnen, wahrscheinlich als Holzkirche auf Feldsteinfundamenten. Um 1270 folgte eine aus Granitquadern gemauerte Pfarrkirche. Die vier Joche des Chores der heutigen Kirche wurden Ende des 13. Jh. fertiggestellt und der Kirchturm im Laufe des 14. Jh. errichtet. Der Bischof von Havelberg weihte 1298 den Hauptaltar. Der 70 m lange Baukörper der frühgotischen Hallenkirche besitzt durch den eingebauten Turm an der Westseite nicht nur eine imposante Architektur. Er widerspiegelt auch den Ideenreichtum und den Schönheitssinn unserer Vorfahren bei der Errichtung dieses monumentalen Wahrzeichens. Der prächtig geschmückte Ostgiebel ist baukünstlerisch besonders bemerkenswert, denn er gehört zur schmuckreichen spätgotischen Backsteinarchitektur. Hier waren einst Baumeister am Werk, die vermutlich nach dem Vorbild westeuropäischer Bauten tätig wurden und eine massive Giebelwand durch plastisch vorgelegtes Mauerwerk gliederten und dekorativ verzierten. Diese Verbindung von Architektur und ornamentaler Kunst beeinflusste nachhaltig den europäischen Backsteinbau. Der Name ging auf den Marienkult des Mittelalters zurück. Das Patronatsrecht übte ab 1271 der Probst des Klosters Broda aus. 1523 wurde in Neubrandenburg der erste lutherische Prediger erwähnt und 1549 wechselte Mecklenburg durch die Reformation vollständig zur evangelisch-lutherischen Konfession. Seitdem war St. Marien eine lutherische Kirche mit bis zu fünf Pfarrstellen, von denen aber nur 2-3 besetzt wurden.

Lesen Sie den gesamten Artikel in unserer aktuellen Ausgabe!


aktuelle Ausgabe

Verlag

Mecklenburger-Buchverlag